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Sektorenkopplung

Drei Sektoren machen unseren Energiebedarf aus: Strom, Wärme/Kälte und Mobilität. Nur wenn sie alle dekarbonisiert sind und sich aufeinander abgestimmt verhalten, ist ein Energiesystem ohne Treibhausgase (CO2; Energiewende; Klimawandel) möglich. Die Basis ist ein regionaler Balancekreis, der die komplexen Austauschbeziehungen zwischen den drei Energiesektoren in Echtzeit abbildet. Ziel ist es, die Energieflüsse zwischen den Sektoren in der Region zu möglichst jedem Zeitpunkt auszugleichen. Also optimale Energieverwendung über alle Sektoren hinweg. Und natürlich auch über die Grenzen der regionalen Balancekreise hinweg. Wenn der regionale Energiebedarf gedeckt und überschüssige Energie vorhanden ist, wird diese mit benachbarten Balancekreisen gehandelt. Wichtige Grundlage dieses Prozesses: Daten (Teilen).

Smart Energy

„Nutzerinnovationen für Smart Energy“ war der Name einer Studie des HIIG, gefördert durch die E.ON Stiftung. Wie steht es in Deutschland mit Innovationen durch die Nutzenden? Im Interview stellte Prof. Dr. Hendrik Send 2018 die Ergebnisse vor. Seine Prognose: „Mit dem Markt für Smart-Energy-Lösungen ist es so wie mit dem iPad: Es gab nicht eine bahnbrechende Anwendung für das Tablet, sondern der Erfolg vom iPad war schließlich, dass es so viele Leute in so unterschiedlichen Kontexten nutzen und sie selbst Anwendungen dafür erschaffen. So könnte es mit smarten Energielösungen auch sein.“

Sonne

Stern (Fake Star) im Zentrum unseres Sonnensystems. Spendet Licht, Wärme, Energie, Leben und wird, seit es Menschen gibt, teils kultisch verehrt (Anfang). Wenn sie untergeht, haben rund 1,6 Milliarden Menschen auf der Welt kein Licht mehr. Der Künstler Olafur Eliasson wollte das ändern – mit einer kleinen Sonne. Little Sun ist eine kleine gelbe Plastiksonne mit LED-Lampe, sie lädt drei Stunden und spendet dann, je nach Intensität, bis zu zehn Stunden Licht. Zum Beispiel, damit Kinder in Asien oder Afrika auch nach Sonnenuntergang noch Hausaufgaben machen können (Denken; Jugend).

Stiftungsnetzwerk

Die Stiftungslandschaft im Ruhrgebiet ist genauso vielfältig und facettenreich wie das Revier selbst. Das Stiftungsnetzwerk Ruhr (Netzwerk), dessen Mitinitiator wir sind, hat eine gemeinsame Charta beschlossen – und so die Grundlage für eine besondere Zusammenarbeit gelegt. Die Teilnehmenden, 80 Stiftungen aus der Region Ruhr, betrachten das Ruhrgebiet und seine Menschen als gemeinsamen Verantwortungsraum, in dem sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken möchten.

Strukturwandel

… des Ruhrgebiets: die gewaltige und auch schmerzhafte Verwandlung der Region vom Kohle– und Stahlrevier hin zu einer Metropolregion der Dienstleistungswirtschaft, der Hochschulbildung und der Industriekultur. Ende der 1950er-Jahre beginnt das Zechensterben im Revier, ab Mitte der 1960er-Jahre entstehen moderne Hochschulen in vielen Städten des Ruhrgebiets. Und heute? Riesige Schritte wurden in mehr als 50 Jahren getan, die bevölkerungsreichste Region des Landes hat in einem einzigartigen, radikalen Prozess ihr Gesicht geändert. Die alten Industriestandorte werden zum Beispiel zu kulturellen Spielstätten, Ausstellungsräumen oder grünen Ausflugszielen unter einem blauen Himmel (zu oft zu blau während der letzten Sommer? Klimawandel). Aber Wandel ist immer… und der Strukturwandel insbesondere ist längst nicht abgeschlossen. Das Revier hat gezeigt und zeigt noch immer: Die Menschen hier können Transformation, Verwandlung und Wende. Darauf setzen wir.