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Energie

Uraltes Wort. Im Altgriechischen ist enérgeia die „wirkende Kraft“, das Wirken, die Wirklichkeit – der Akt der Realisierung einer Möglichkeit oder Potenz. Von der Möglichkeit (Chance) zur Wirklichkeit, vom Denken zum Handeln: Wir denken UND handeln. Energie ist unser Ding! Besonders mögen wir die erneuerbare. Aber die konventionelle kennen wir auch noch gut. Energie ist unser Leben – in mehr als einer Hinsicht. Und Energie ist unsere Aufgabe (Zweck): Wir sehen es als unseren Auftrag, die Energieversorgung der Zukunft mitzugestalten, Lösungen für ein faires, gerechtes, nachhaltiges Energiesystem zu suchen und zu unterstützen, an dem möglichst alle teilhaben (Teilen).

Energiemündigkeit

Wir verstehen das Energiesystem der Zukunft als Gemeinschaftsaufgabe und wollen alle, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, befähigen, über die aktuellen Entwicklungen mit zu diskutieren und energiemündig zu werden (Vernunft). Der Wandel ist eine gesamtgesellschaftliche, kulturelle Aufgabe. Alle, oder so viele Menschen wie möglich, müssen ihn mitprägen und ihre Präferenzen einbringen. Nur dann kann er gelingen.

Energiewende

Da sind sich wirklich (fast) alle einig: Energiewende ist super und muss sein! Bloß: Wie – und wie schnell? Kernziel der Transformation ist eine klimaneutrale und nachhaltige Energieversorgung in den drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität (Sektorenkopplung). Das klingt trocken, aber es ist überlebenswichtig, bewegt und wandelt die ganze Welt. Mit gelernten Konzepten wird der Umstieg auf Erneuerbare und eine völlige Dekarbonisierung, also Klimaneutralität unserer Gesellschaft, nicht gelingen. Es braucht alternative Lösungen und Experimentierfreude (Denken; Labor; Utopie). Neue Ansätze entstehen in Zusammenarbeit – umso wichtiger ist die Partizipation möglichst vieler Menschen und Communities, der Austausch über Bedürfnisse und Präferenzen, Ideen und Wünsche. Bottrop hat’s vorgemacht: im Rahmen des Projekts „InnovationCity Ruhr“. Das Projekt „Ruhrquartiere in Transformation“ soll in fünfzehn Quartieren des Reviers den CO2-Ausstoß im Gebäudebestand verringern. Noch ein Beispiel? Die von uns und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft geförderte Initiative „Think Lab 2.0“: Teams aus Studierenden arbeiten daran, die Energiewende umzusetzen. Kreativ und vor Ort, denn hier fängt Wandel an (Dezentralisierung).

Essen

… hält Leib und Seele zusammen: Das klingt ganz gemütlich. Doch die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Das ist keines der Kernthemen der E.ON Stiftung – aber der steigende Bedarf an Lebensmitteln, ihre Produktion, ihr Transport, ihre Verteilung: Das sind Themen, die unmittelbar mit Energieverbrauch, mit Treibhausgasen (CO2; Dekarbonisierung; Energiewende) und Erderwärmung (Klimawandel; Paris) zu tun haben. Die Energiewende betrifft auch die Land- und Viehwirtschaft. And now for something completely different: Essen ist außerdem eine Stadt im Ruhrgebiet, manche meinen sogar, Essen sei eine Art Hauptstadt der Metropole Ruhr, mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein, dem Museum Folkwang – mit dem uns eine lange Kooperationsgeschichte verbindet – und vielen weiteren bemerkenswerten Orten. Essen ist nämlich auch Sitz der E.ON Stiftung. Mitten im Revier.