Klimakrise

Ein Problem, zu viele Lösungen?

„Dass die Transformation des Energiesektors stockt, ist den meisten bewusst. Trotzdem scheitern wir daran, erfolgreich gegen die Klimakrise vorzugehen. Warum? Weil sich selbst Experten uneins sind, welcher Weg der richtige ist. Wir wollen das Wirrwarr auflösen und gemeinsam mit unseren Partnern nach Lösungen für die Menschen suchen.“ (Stephan Muschick, Geschäftsführer der E.ON Stiftung)

Die Klimakrise ist Realität. Zwar machen das Pariser Klimaabkommen und der European Green Deal, der Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen soll, Hoffnung. Doch die Transformation stockt. Weil zu wenig um wirkliche Lösungen gerungen wird. Und nur wer Lösungen anbietet, kann der Klimakrise begegnen. Genau das wollen wir als Stiftung tun: Genau hinschauen, Fakten sammeln und durchdenken, die Menschen mitnehmen und in den Fokus rücken.

"Wir brauchen soziale Innovationen"

Daher haben wir Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen einfache Fragen gestellt. In ihrer Einschätzung der Lage waren sich alle einig: Wenn wir der Klimakrise erfolgreich begegnen wollen, müssen wir neu denken und beherzt handeln. Business as usual ist keine Option.

Unsere Interviewpartner:

  • Antje Boetius (Wissenschaftliche Direktorin des Alfred Wegener Instituts)
  • Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen)
  • Holger Lösch (Stellvertretender Hauptgeschäftsführer BDI e.V.)
  • Christoph M. Schmidt (Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen)
  • Gesine Schwan (Präsidentin der Humboldt-Viadrina Governance Platform)
  • Marina Weisband (Politikerin und Autorin)
  • Harald Welzer (Sozialpsychologe und Publizist)

Klimakrise: Gründe, Probleme, Lösungen

Möchte man die Klimakrise bewältigen, müssen erst einmal die Gründe für den Status quo klar sein: „Warum stecken wir in einer Klimakrise?“ Diese Frage haben wir unseren Expertinnen und Experten gestellt. Und es zeigte sich, dass die Kakophonie kaum größer hätte sein können.

„Welches System hilft gegen die Klimakrise?” Der eine Experte wünscht sich „einen großen Instrumentenkasten”. Der andere fordert „eine Koordination der individuellen Handlungen von der Einzelebene bis zur Volkswirtschaft.” Die Antworten von Wissenschaftler und Entscheidungsträgern auf diese Frage könnten nicht unterschiedlicher sein:

Um der Klimakrise zu begegnen, braucht es neue Lösungen. Doch woran hakt es? Für eine unserer Befragten steht fest: „Ich glaube, viele Menschen wünschen sich einfach nur den Status-Quo.” Der ist jedoch längst keine Option mehr im Kampf gegen die Klimakrise. Auch die anderen Expertinnen und Experten geben Impulse, was wir an unserem Verhalten ändern könnten. Was leider fehlt, ist klare Orientierung:

Der Weg aus der Klimakrise ist diffus. Eine unserer Expertinnen hat jedoch einen klaren Lösungsansatz: „Wir brauchen Regeln für die Nutzung von Energie, die ermöglichen, dass wir unseren Kindern und Enkeln eine gute, eine gesunde Umwelt hinterlassen.” Neugierig, was die anderen Sachkundigen über diese schwierige Frage denken?

3 Fragen an …

Die Antworten unserer Expertinnen und Experten in voller Länge sehen Sie hier: