Green Deal for Culture

Gemeinsam für eine nachhaltige Kultur

Anfang November 2019 forderten Spitzen wichtiger Museen in einem vom Kunstmagazin Monopol initiierten Schreiben mehr Unterstützung beim Klimaschutz. Zum ersten Mal traten damit Kulturschaffende in Deutschland gemeinsam für Nachhaltigkeit ein und forderten Unterstützung. Neben einem großen medialen Echo fand diese Forderung auch ihren Weg in politische Kreise. Es wurde nicht länger nur über den allgemeinen Green Deal, sondern auch über die Wichtigkeit eines Green Deals für die Kultur diskutiert. Diesen Impuls hat die E.ON Stiftung aufgegriffen, möchte ihn verstärken und durch konkrete Maßnahmen fördern.

Wie könnte dieser Green Deal gestaltet werden? Welche Bedingungen sind mit ihm verknüpft und wie sehen die Akteure ihre Rolle? Kulturschaffende, politische Entscheider aber auch Energie- und Umweltexperten sind gefragt. Wir bringen die Handelnden an einen Tisch und fördern Lösungen und Ideen für eine nachhaltige Kultur.

Klimawerkstatt Kultur - Green Deals und CO2-Rechner

Klimawerkstatt Kultur

Auch der kulturelle Sektor will und soll seinen Beitrag zu einer klimaverträglicheren Zukunft leisten. Aber welche Werkzeuge, Unterstützung und strukturelle Rahmenbedingungen brauchen die Akteure, um die nötigen Prozesse schnell und wirksam umzusetzen? Gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit und der Energieagentur.NRW haben wir am 11. Mai zwei Ansätze vorgestellt und diskutiert:

  1. Brauchen wir einen Green Deal für die Kultur? Thesen, Wünsche und Herausforderungen
  2. Vorstellung des Pilotprojekts CO2-Rechner für die Kultur: Anforderungen, Fragen und erste Erfahrungen.

Mit dabei waren u.a. Isabel Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Judith Gerstenberg (Ruhrtriennale), Henning Mohr (Kulturpolitische Gesellschaft e.V.) oder auch Chiara Badiali (Julie’s Bicycle UK) und Max Kromer (Energieagentur NRW).

Die Konferenz bildet den offiziellen Startschuss für unser Förderprogramm. Kulturbetriebe und -initiativen, die nun mitmachen und das CO2-Tool ausprobieren wollen, können sich anmelden.   

Thesen zum Green Deal - Bild von Guilherme Lahmann

Thesen zum Green Deal

Wir fordern einen Green Deal – ok. Aber welche Bereiche sollen in den Fokus genommen werden? Was eint Museum, Theater oder Galerie und was trennt sie mit Blick auf ihre Möglichkeiten Teil eines Green Deals für Kultur zu sein? Ein Rechercheprojekt mit dem Berliner Think Tank Thema 1 im Umfeld der Szene sollte hier erste Ansätze entwickeln und die Basis für eine bedarfsorientierte Programmgestaltung legen. In bilateralen Explorationsgesprächen wurden im Jahr 2020 initiale Leitfragen adressiert und konkretisiert. Teilnehmende kamen u.a. aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater- und Musikfestivals, Verbände, Kulturpolitik, Museen, IHKs, Energieagenturen. Das Ergebnis: Keine 10 Gebote, aber 11 Thesen zur Diskusssion:

Green New Deal - Talkreihe mit Monopol

Talkreihe mit Monopol

Das Kunstmagazin Monopol gab den Anstoß, gemeinsam haben wir die Debatte weitergeführt: im September und im Oktober 2020 – live und virtuell. Wir wollten die konkreten Bedürfnisse der Kulturschaffenden kennenlernen und best practice-Beispiele sammeln. Wie hat es das Schokoladenmuseum in Köln geschafft, klimaneutral zu sein? Welche Idee steckt hinter der Materialverwaltung on tour? Was machen weltweit agierende Künstler, wenn sie nicht mehr fliegen wollen? Und ist die CO2-Bilanz einer Kultureinrichtung ausschlaggebend für ihre Förderung? Fragen über Fragen – nachzuhören und zu schauen hier:

Talk in Berlin: Auf Facebook ansehen

mit Andreas Greiner (Künstler), Britta Peters (Urbane Künste Ruhr), Matthias Sauerbruch (Architekt), Hortensia Völkers (Kulturstiftung des Bundes)

Talk in Oberhausen: Auf Facebook ansehen

mit Carina Hommel (Materialverwaltung on Tour), Annette Imhoff (Schokoladenmuseum Köln), Maximilian Kromer (Energieagentur.NRW), Aneta Rostkowska (Temporary Gallery Köln)