Denken

Wissen schaffen

Welches Gesellschaftsmodell darf es sein? Wie global oder regional, mit wie viel Teilhabe und Teilen, Freiheit, Wachstum, Einschränkung, Verboten und Kontrolle, wie viel Digitalisierung und KI wollen wir leben? Gibt es einen gerechten Klimaschutz in einer ungerechten Welt? Brauchen wir eine Ökodiktatur, mehr oder weniger Einfluss der Wissenschaft, der Wirtschaft, mehr Zwang, mehr Anreiz, mehr Individualität, mehr Kollaboration? Disruption, Revolution, Evolution, Transformation? „Unfertige Zustände reizen zum Denken.“ (Sybille Berg, Nerds, 2020)

Wie wollen wir leben? Wie lassen sich Klimaneutralität, gesellschaftlicher Wohlstand und unternehmerischer Erfolg miteinander in Einklang bringen – ohne Menschen zurückzulassen oder zu überfordern? Werden die unterschiedlichen Präferenzen der Menschen ausreichend berücksichtigt? Wie nehmen wir alle mit beim großen Gemeinschaftsprojekt unserer Gegenwart, dem Umbau des gesamten Energiesystems? Dafür brauchen wir eine differenzierte Soziologie des Wandels.

Anthropozän

Eine schnelle Einführung neuer und erneuerbarer Energien – und trotzdem Wirtschaftswachstum: Klappt das? Reicht es, einzelne Parameter neu zu besetzen? Oder brauchen wir eine Transformation unseres gesamten Lebens- und Konsumstils, hin zu einer ökologischen Zivilisation, die unsere enge Verbundenheit mit der Natur mitdenkt und lebt? Wird sich dieses – anthropozäne – Denken durchsetzen? Wie könnte es sich durchsetzen? Oder lautet die Frage: Wer könnte es durchsetzen?

Denken hilft

Die E.ON Stiftung will die Transformation neu denken – breit, vernetzt, interdisziplinär, sektorenübergreifend. Hierbei spielt die Erhebung, Verarbeitung und Bewertung von Daten zu den Einstellungen und Präferenzen der Menschen zum gesellschaftlichen Wandel eine entscheidende Rolle. Breit angelegte empirische Studien wie das „Soziale Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende“ tragen dazu ebenso bei wie kleinere, fokussierte, themenspezifische Untersuchungen oder auch dialogorientierte kommunikative Formate. Wichtig für uns: der kritische Blick, die originelle Perspektive, die innovative Methode. Und die Bereitschaft, nicht nur den Menschen im sozialen Kontext immer im Blick zu behalten, sondern auch selbst einen anschlussfähigen Beitrag zu einer differenzierten Soziologie des Wandels zu leisten.

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